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EHD-Jetting

EHD-Jetting: berührungslos dosieren ab 0,08 mm

EHD-Jetting-System von MBT: Punkte mit 0,08 mm, Linien unter 0,20 mm, Volumen ab 1 pL, Dosierkonsistenz ±1 %, für Medien von 1 bis 5.000 cP, ohne Düsenkontakt und ohne Druckluftstoß.

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Das EHD-Jetting-System von MBT

EHD-Jetting-System für Mikrodosierung
EHD-Jetting-System für Mikrodosierung
Prod.-Nr.: SAS20004

Das EHD-Jetting-System (SAS20004) von MBT ist für Mikrodosierung gedacht, wo Kontaktverfahren an Grenzen stoßen. Ein äußeres elektrisches Feld lädt das Medium, zieht es als feinen Tropfen aus der Kapillare und setzt es auf dem Bauteil ab, ohne Düsenkontakt und ohne Druckluftstoß. Die Tropfengröße wird über die Feldstärke eingestellt. So lassen sich Punkte mit 0,08 mm Durchmesser und Linien unter 0,20 mm Breite auftragen, bei einer Dosierkonsistenz von ±1 % und bis zu 1000 Hz. Das kleinste Volumen liegt bei 1 pL. Zum Vergleich: Piezo-Jetting-Ventile setzen Punkte ab 0,2 mm und Volumen ab 1 nL. Das System verarbeitet niedrig- und mittelviskose Medien von 1 bis 5.000 cP und passt, wenn die Struktur feiner sein muss, als es mit Piezo-Jetting möglich ist, wenn das Bauteil nicht berührt werden darf oder wenn die Menge je Punkt von Teil zu Teil sehr gleichmäßig ausfallen muss. Gerät von MBT – Auswahl, Bemusterung und Integration durch SAS. Ihre Vorteile Feiner als Piezo-Jetting: Strukturen, die Piezo- und Schneckensysteme nicht mehr auflösen Gleichmäßig in der Serie: Dosierkonsistenz ±1 % Berührungslos: Die Kapillare bleibt auf Abstand zum Bauteil, kein Spritzen und kein Nachziehen Wenig verstopfungsanfällig: Die Linie ist viel schmaler als die Düse, laut Hersteller im Verhältnis 1:10 Auch auf isolierenden Substraten: Der Auftrag ist laut Hersteller auf nicht leitenden Oberflächen möglich Für feinste Strukturen: Halbleiter-Packaging, flexible Leiterplatten, Präzisionsoptik, Biochips Technische Daten VerfahrenEHD-Jetting (elektrohydrodynamisch), berührungslos Modell laut MBTmev/l01 Punktdurchmesser0,08 mm Linienbreiteunter 0,20 mm Kleinstes Volumen1 pL Dosierkonsistenz±1 % Dosierfrequenzbis 1000 Hz Viskositätsbereich1–5.000 cP Heizungmax. 150 °C Düsendurchmesser0,01–0,40 mm (optional) Werkstoff der DüseKeramik, Glas oder Metall Tropfenbildungelektrisches Feld, ohne Druckluftstoß Abmessungen130 × 45 × 210 mm Gewicht0,5 kg Lebensdauerlaut Hersteller mindestens 10 Milliarden Zyklen (Herstellerangabe, keine Zusage) HerstellerMBT Die Modellbezeichnung stammt aus der Hersteller-Broschüre von MBT. Maße und Gewicht nennt sie für das EHD-Ventil. Wie fein geht es? Die Leitwerte sind Punkte mit 0,08 mm und Linien unter 0,20 mm. Linien von 0,1 mm Breite sind laut Hersteller leicht erreichbar, im Einzelfall nennt er Linien bis 0,02 mm Breite und Schichten bis 0,005 mm Dicke. Solche Werte hängen stark von Medium, Düse und Substrat ab. Nennen Sie deshalb in der Anfrage die Struktur, die Sie brauchen, dann klärt SAS, was mit Ihrem Medium erreichbar ist. Im System Steuergerät: Die Broschüre des Herstellers zeigt zum EHD-Ventil ein Tischgerät mit Drehknopf, nennt dafür aber weder Namen noch Daten. Das zweite Bild in der Galerie zeigt dieses Gerät. Steuergerät, Schnittstellen und Lieferumfang werden im Angebot geklärt. Konfiguration: Das EHD-Jetting-System wird auf Ihre Anwendung abgestimmt. Konfiguration, Achse und Prozessdokumentation nach DIN 2304 plant SAS mit Ihnen. Ergänzung: Für Punkte ab 0,2 mm in hoher Taktung gibt es die Piezo-Ventile SDL-SA und NSM-VA80 mit dem Controller VCB3000. Verfahren: Prinzip, Vergleich sowie Stärken und Grenzen auf der Seite EHD-Jetting und im Ratgeber EHD-Jetting erklärt. Typische Anwendungen Der Hersteller nennt Halbleiter-Packaging, flexible Leiterplatten, Präzisionsoptik und Biomedizin, außerdem Mikroelektronik, Biochips und flexible Elektronik. Das Beispiel aus der Serie ist ein schwarzer Lichtschutzklebstoff am Linsenrand, aufgetragen als gleichmäßige, sehr dünne Schicht: im Detail unter Optik & Linsen kleben. Was den berührungslosen Auftrag von der Nadel unterscheidet, lesen Sie im Ratgeber Jetting oder Nadeldosierung?. So erhalten Sie Ihr Angebot Projektanfrage: Über die Schaltfläche „Projektanfrage“ oben öffnen Sie das Anfrageformular. Nennen Sie Bauteil, Medium und die gewünschte Struktur, also Punkte oder Linien mit Zielgröße. Auswahl und Angebot: KleberKompass klärt offene Punkte mit Ihnen, bei Bedarf zusammen mit der Anwendungstechnik von SAS, und erstellt das Angebot für System und Integration. Integration auf Wunsch: SAS bindet das System in Ihre Anlage ein, mit DIN-2304-konformer Prozessdokumentation. Medium unsicher? Dann kann SAS es vor dem Angebot im Materialtest im Labor Dreieich prüfen.

Preis auf Anfrage

Kennzahlen des EHD-Jetting-Systems

0,08 mm

Punktdurchmesser.

unter 0,20 mm

Linienbreite.

±1 %

Dosierkonsistenz.

1 pL

Kleinstes Volumen.

bis 1000 Hz

Dosierfrequenz.

1–5.000 cP

Niedrig- und mittelviskose Medien.

0,01–0,40 mm

Düsendurchmesser (optional), Keramik, Glas oder Metall.

berührungslos

Tropfenbildung im elektrischen Feld.

Elektrohydrodynamisch dosieren: das Prinzip

EHD steht für elektrohydrodynamisch. Den Tropfen erzeugt hier weder ein mechanischer Stößel noch ein Druckluftstoß, sondern ein elektrisches Feld. Schematisch funktioniert das Verfahren so, wie es die Grafik darunter zeigt: Das Medium fließt aus einem Vorrat in eine feine Kapillare. Typischerweise sitzt an der Kapillare eine Elektrode und unter dem Bauteil eine Gegenelektrode. Wird Spannung angelegt, entsteht zwischen beiden ein elektrisches Feld. Es lädt das Medium, formt es an der Kapillarspitze zu einem feinen Kegel und löst daraus kleinste Tropfen, die berührungslos auf dem Bauteil landen. Die Tropfengröße wird laut Hersteller über die Feldstärke eingestellt.

Weil die Kraft aus dem Feld kommt, bleibt die Düse auf Abstand zum Bauteil. Und weil der Strahl sich zur Spitze hin verjüngt, ist die Linie viel schmaler als die Düse: Der Hersteller nennt ein Verhältnis von Linienbreite zu Düsendurchmesser von 1:10. Eine vergleichsweise große Düse kann also eine sehr feine Linie ziehen und verstopft dadurch weniger leicht. Laut Hersteller funktioniert der Auftrag auch auf isolierenden Substraten. Damit setzt das EHD-Jetting-System dort an, wo Kontaktverfahren an Grenzen stoßen: bei Strukturen, die Piezo- und Schneckensysteme nicht mehr auflösen.

Verfahrensprinzip EHD-Jetting, schematisch: Medium, Kapillare, Elektrode, Spannung, Flüssigkeitskegel, Tropfen, elektrisches Feld, Gegenelektrode

Das Prinzip in den Bildern des Herstellers

Die Abbildung darunter stammt aus der Broschüre von MBT, die Beschriftung ist englisch. Teil (a) zeigt die Kräfte an der Kapillarspitze („Capillary nozzle“): Oberflächenspannung, Schwerkraft und Druck, Viskosität und die elektrischen Spannungen im Feld („Electric field“) ziehen die Flüssigkeit zu einem spitzen Kegel über dem Substrat. Teil (b) zeigt das elektrische Potenzial zwischen Spitze („tip“) und Substrat. Teil (c) ist ein Laboraufbau, der das Prinzip erklärt: Spritzenpumpe, Kapillare, Hochspannungsversorgung, Rechnersteuerung, Mikroskopkamera und ein XYZ-Tisch. Er zeigt nicht den Lieferumfang des EHD-Jetting-Systems.

Herstellerbild MBT zum EHD-Prinzip: Kräfte an der Kapillarspitze, elektrisches Potenzial zwischen Spitze und Substrat, Laboraufbau mit Spritzenpumpe, Kapillare, Hochspannungsversorgung, Kamera und XYZ-Tisch

Punkte und Linien aus dem EHD-Ventil

Das zweite Herstellerbild zeigt Auftragsbilder: links Reihen von Punkten in fünf Größen, rechts feine, gleichmäßige Linien mit einem vergrößerten Querschnitt, der mit 0,08 mm bemaßt ist. Der Hersteller nennt für das Verfahren Linienbreiten unter 0,20 mm. Linien von 0,1 mm Breite sind laut Hersteller leicht erreichbar, im Einzelfall nennt er Linien bis 0,02 mm Breite und Schichten bis 0,005 mm Dicke. Was mit Ihrem Medium auf Ihrem Bauteil erreichbar ist, hängt von Medium, Düse und Substrat ab. Quelle: Herstellerbild MBT.

Herstellerbild MBT: Punktreihen in fünf Größen und feine Linien aus dem EHD-Ventil, Querschnitt mit 0,08 mm Breite bemaßt

EHD-Jetting-System oder Piezo-Ventil?

Die entscheidende Zeile ist die kleinste Struktur: 0,08 mm im Punkt und unter 0,20 mm in der Linie beim EHD-Jetting-System, 0,2 mm im Punkt bei den Piezo-Ventilen. Genügen Punkte ab 0,2 mm oder ist das Medium zäher als 5.000 cP, sind die Piezo-Ventile die naheliegende Wahl.

MerkmalEHD-Jetting-SystemPiezo-Ventile SDL-SA und NSM-VA80
PrinzipElektrisches Feld zieht feinste Tropfen berührungslos aus einer KapillarePiezo-Aktor treibt einen Stößel, der Tropfen wird aus der Düse geschossen
Kleinste StrukturPunkt 0,08 mm, Linie unter 0,20 mmPunkt 0,2 mm, Linie 0,24 mm
Kleinstes Volumen1 pL1 nL (SDL-SA), 2–3 nL (NSM-VA80)
Frequenzbis 1000 Hzbis 1000 Dots/s
Viskosität1–5.000 cP1–200.000 cP (SDL-SA), 10–10.000 cP (NSM-VA80)
GleichmäßigkeitDosierkonsistenz ±1 %Abweichung innerhalb ±1 %
Düsendurchmesser0,01–0,40 mm (optional), Keramik, Glas oder Metall0,04–0,40 mm
Heizungmax. 150 °Cbis 150 °C (SDL-SA), beim NSM-VA80 nicht genannt
Tropfenbildungohne Düsenkontakt, ohne Druckluftstoßberührungslos über den Stößelhub
Typische AnwendungHalbleiter-Packaging, flexible Leiterplatten, Präzisionsoptik, Biochips, etwa Lichtschutz am LinsenrandPunkte und feine Linien auf Leiterplatten und Gehäuserahmen
Zum GerätEHD-Jetting-System ansehenPiezo-Jetventile ansehen

Wann sich das EHD-Jetting-System lohnt

  • Sie brauchen Punkte oder Linien, die feiner sind als mit Piezo-Jetting möglich.
  • Ihr Medium ist niedrig- oder mittelviskos und liegt zwischen 1 und 5.000 cP.
  • Das Bauteil darf von der Düse nicht berührt werden.
  • Der Prozess soll ohne Druckluftstoß für die Tropfenbildung auskommen.
  • Die Menge pro Punkt muss sehr gleichmäßig sein, die Dosierkonsistenz liegt bei ±1 %.

Das EHD-Jetting-System ist ein Anfrage-Artikel. Konfiguration und Integration in Ihre Anlage stimmt SAS auf Ihre Anwendung ab.

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Stärken und Grenzen des EHD-Jetting-Systems

Stärken

  • Feinste Strukturen: Punkte mit 0,08 mm Durchmesser und Linien unter 0,20 mm Breite, kleinstes Volumen 1 pL, Mikrotröpfchen unterhalb des Piezo-Bereichs.
  • Konstanz: Dosierkonsistenz ±1 %, wichtig bei Schichten und Punkten, die von Teil zu Teil gleich ausfallen müssen.
  • Kein Düsenkontakt: Die Kapillare bleibt auf Abstand, empfindliche Oberflächen und Optiken werden nicht berührt.
  • Ohne Druckluftstoß: Der Tropfen entsteht im elektrischen Feld, nicht durch einen Druckimpuls.
  • Wenig verstopfungsanfällig: Die Linie ist viel schmaler als die Düse, laut Hersteller im Verhältnis 1:10.
  • Schnell: bis 1000 Hz.

Grenzen

  • Größere Mengen und Raupen: Für längere, durchgehende Raupen ist das Schneckenventil gedacht.
  • Punkte in hoher Taktung ab 0,2 mm: Hier sind die Piezo-Jetventile mit je nach Ventil bis zu 1000 Dots pro Sekunde meist die naheliegende Wahl.
  • Viskosität: Das EHD-Jetting-System ist für niedrig- und mittelviskose Medien von 1 bis 5.000 cP ausgelegt. Zähere Medien verarbeiten die Piezo-Ventile oder das Schneckenventil.
  • Medium und Bauteil: Ob sich ein Medium im elektrischen Feld sauber formen lässt, hängt von Medium und Bauteil ab. Beschreiben Sie deshalb in der Anfrage Bauteil, Medium und die gewünschte Struktur, also Punkte oder Linien.

Alle MBT-Geräte im Überblick finden Sie auf der Seite Jetting & Präzisionsdosierung.

So kommen Sie zum Angebot

Alle Geräte sind Anfrage-Artikel: Sie erhalten ein Angebot, das auf Ihre Anwendung abgestimmt ist. Drei Schritte führen dorthin.

  1. Anfrage mit Bauteil und Medium: Sie nennen Gerät oder Aufgabe und beschreiben kurz Bauteil, Klebstoff und Auftragsbild, also Punkte, Linien oder Raupen. Taktung und Anlage helfen, soweit bekannt.
  2. Auswahl und Angebot: KleberKompass wählt mit Ihnen das passende Gerät aus, bei Bedarf zusammen mit der Anwendungstechnik von SAS, und erstellt das Angebot für Gerät, Steuerung und Integration.
  3. Integration auf Wunsch: SAS bindet das System in Ihre Anlage ein, mit DIN-2304-konformer Prozessdokumentation.

Medium unsicher? Dann kann SAS es vor dem Angebot auf Ihrem Bauteil prüfen: Materialtest im Labor anfragen.

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Paul Wieber, Head of Sales

KleberKompass ist Ihr Vertriebspartner für die Jetting-Geräte von MBT. Paul Wieber berät Sie persönlich zu Ventil, Controller und Integration. Nennen Sie Gerät oder Aufgabe, Bauteil und Medium, dann erhalten Sie einen Vorschlag für das passende Gerät.

Paul Wieber · Head of Sales
+49 741 20678855 · paul.wieber@kleberkompass.de

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Lieber erst einlesen? Im Ratgeber erklären wir, wann Jetting die Nadeldosierung ablöst und wie Sie die Viskosität Ihres Klebstoffs richtig einordnen.

Medium unsicher? Den Materialtest im Labor Dreieich können Sie zusätzlich anfragen.

Häufige Fragen

Wie funktioniert EHD-Jetting?
Beim elektrohydrodynamischen Jetting lädt ein elektrisches Feld das Medium und zieht es als feinen Tropfen aus einer Kapillare. Die Düse bleibt auf Abstand zum Bauteil, und für die Tropfenbildung wird kein Druckluftstoß gebraucht. Die Tropfengröße wird über die Feldstärke eingestellt. Dadurch lassen sich Punkte mit 0,08 mm Durchmesser und Linien unter 0,20 mm Breite auftragen. Die Dosierkonsistenz liegt bei ±1 %.
Für welche Anwendungen eignet sich EHD-Jetting?
EHD-Jetting ist für Strukturen gedacht, die für Piezo-Jetting oder Schneckendosierung zu fein sind. Der Hersteller nennt Halbleiter-Packaging, flexible Leiterplatten, Präzisionsoptik und Biomedizin, außerdem Mikroelektronik und Biochips. Ein Beispiel aus der Serie ist ein schwarzer Lichtschutzklebstoff am Linsenrand, der nur 0,02 mm hoch aufgetragen wird. Ob Ihre Anwendung dazugehört, klärt SAS mit Ihnen anhand von Bauteil, Medium und gewünschter Struktur.
Welches Gerät brauche ich für EHD-Jetting?
Im Programm ist dafür das EHD-Jetting-System (SAS20004) von MBT. Es setzt Punkte mit 0,08 mm Durchmesser und Linien unter 0,20 mm Breite bei einer Dosierkonsistenz von ±1 %, mit bis zu 1000 Hz und für Medien von 1 bis 5.000 cP. Das System ist ein Anfrage-Artikel: Konfiguration und Integration stimmt SAS auf Ihre Anwendung ab. Fordern Sie ein Angebot an und beschreiben Sie dabei kurz Bauteil, Klebstoff und die gewünschte Struktur, also Punkte oder Linien.
Welche Angaben braucht SAS für eine Anfrage zum EHD-Jetting?
Hilfreich sind Angaben zum Bauteil mit Material und Geometrie der Dosierstelle, zum Medium mit Datenblatt und zur gewünschten Struktur: Punkte oder Linien, mit Zielgröße. Dazu kommen Stückzahl und Anlage, in die das System eingebunden werden soll. Mit diesen Angaben stimmt SAS die Konfiguration ab; das Angebot für das EHD-Jetting-System erhalten Sie von KleberKompass.
Wann ist Piezo-Jetting die bessere Wahl als EHD-Jetting?
Piezo-Jetting ist die naheliegende Wahl, wenn Punkte ab 0,2 mm genügen oder das Medium zäher ist als 5.000 cP, die Obergrenze des EHD-Jetting-Systems. Das SDL-SA deckt 1 bis 200.000 cP ab, das NSM-VA80 10 bis 10.000 cP, beide mit bis zu 1000 Dots pro Sekunde. EHD-Jetting spielt seine Stärken aus, wenn die Struktur feiner sein muss.
Was bedeutet die Dosierkonsistenz von ±1 %?
Die Herstellerangabe beschreibt, wie gleichmäßig das EHD-Jetting-System dosiert. Für Ihre Fertigung heißt das: Punkte und Linien fallen von Teil zu Teil sehr ähnlich aus. Das ist wichtig bei dünnen Schichten wie dem Lichtschutz am Linsenrand oder bei Mikropunkten, deren Menge die Funktion bestimmt. Wie konstant ein bestimmter Klebstoff dosiert wird, hängt auch vom Medium selbst ab.
Warum verstopft die Düse beim EHD-Jetting weniger leicht?
Beim EHD-Jetting verjüngt sich die Flüssigkeit erst hinter der Düse zu einem feinen Strahl. Der Hersteller nennt ein Verhältnis von Linienbreite zu Düsendurchmesser von 1:10: Die Linie ist also viel schmaler als die Düse. Eine vergleichsweise große Düse kann eine sehr feine Linie ziehen und ist dadurch wenig verstopfungsanfällig. Angeboten werden Düsen von 0,01 bis 0,40 mm aus Keramik, Glas oder Metall.
Welche Viskosität verarbeitet das EHD-Jetting?
Das EHD-Jetting-System ist laut Hersteller für niedrig- und mittelviskose Medien von 1 bis 5.000 cP ausgelegt, bei bis zu 1000 Hz und einem kleinsten Volumen von 1 pL. Die Heizung reicht bis 150 °C. Zähere Medien gehören zu den Piezo-Jetventilen, pastöse und gefüllte zum Schneckenventil.

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