Die Aufgabe: Lichtschutz am Linsenrand, 0,02 mm hoch
In Kameramodulen und optischen Baugruppen soll Licht nur dort durch die Linse fallen, wo es gewollt ist. Ein Lichtschutzklebstoff am Linsenrand verhindert Streulicht über die Kante. Im Serienbeispiel wird ein schwarzer Lichtschutzklebstoff per EHD-Jetting als gleichmäßige Schicht aufgetragen: im Herstellerbild 0,20 mm breit und 0,02 mm hoch. Als erreichbare Schichtdicke nennt der Hersteller für diesen Fall unter 10 µm.
- Kein Kontakt: Eine Düse, die die Linse berührt, riskiert Kratzer und Verschmutzung auf der optischen Fläche.
- Feinste Linie: Der Auftrag muss schmal genug sein, um nicht in die freie Apertur zu laufen.
- Geringe Höhe: Eine zu dicke Schicht stört Passung und Strahlengang.
- Konstanz: Jede Linse im Los braucht denselben Rand, sonst schwankt die optische Qualität.
Das Gerät dafür: EHD-Jetting-System
Für die Linsenverklebung und den Lichtschutz am Rand braucht es ein Gerät, das berührungslos sehr feine Linien und dünne Schichten aufträgt. Genau dafür ist das EHD-Jetting-System (SAS20004) von MBT gedacht, und der Linsenrand ist das Serienbeispiel des Herstellers für dieses Verfahren. Ein elektrisches Feld zieht kleinste Tropfen aus einer feinen Kapillare, die berührungslos auf dem Bauteil landen. Für die Tropfenbildung wird kein Druckluftstoß gebraucht. Die Eckdaten laut den Unterlagen:
- Punktdurchmesser 0,08 mm
- Linienbreite unter 0,20 mm
- Dosierkonsistenz ±1 %, bis 1000 Hz
- kleinstes Volumen 1 pL
- Viskosität 1–5.000 cP, Heizung max. 150 °C
- berührungslos, Tropfenbildung im elektrischen Feld
Damit lassen sich Lichtschutzschichten am Linsenrand und andere feine Klebstoffstrukturen in der Optik auftragen, die für Piezo-Ventile oder Schneckendosierer zu fein sind. Wie das Verfahren arbeitet, zeigt die Seite EHD-Jetting.
Was Ihre Fertigung davon hat
- Kein Kontakt zwischen Düse und Linse
- Feine, gleichmäßige Randschichten mit einer Dosierkonsistenz von ±1 %
- Düsen von 0,01 bis 0,40 mm aus Keramik, Glas oder Metall, abgestimmt auf Ihr Medium
- Klebstoffauswahl, Laborvalidierung und Automatisierungskonzept aus einer Hand
Und bei größeren Strukturen?
Soll in der Baugruppe zusätzlich ein Klebepunkt ab 0,2 mm gesetzt werden, etwa zur Fixierung eines Halters, können die Piezo-Jetventile NSM-VA80 und SDL-SA die Ergänzung sein.
Was Sie für die Anfrage bereithalten sollten
Hilfreich sind Durchmesser und Material der Linse, die Geometrie des Rands, das Datenblatt des Lichtschutzklebstoffs, die gewünschte Breite und Höhe der Schicht sowie Stückzahl und Anlage. Konfiguration und Integration stimmt SAS auf Ihre Anwendung ab. Weitere Beispiele finden Sie unter Anwendungen.
So kommen Sie zum Angebot
Alle Geräte sind Anfrage-Artikel: Sie erhalten ein Angebot, das auf Ihre Anwendung abgestimmt ist. Drei Schritte führen dorthin.
- Anfrage mit Bauteil und Medium: Sie nennen Gerät oder Aufgabe und beschreiben kurz Bauteil, Klebstoff und Auftragsbild, also Punkte, Linien oder Raupen. Taktung und Anlage helfen, soweit bekannt.
- Auswahl und Angebot: KleberKompass wählt mit Ihnen das passende Gerät aus, bei Bedarf zusammen mit der Anwendungstechnik von SAS, und erstellt das Angebot für Gerät, Steuerung und Integration.
- Integration auf Wunsch: SAS bindet das System in Ihre Anlage ein, mit DIN-2304-konformer Prozessdokumentation.
Medium unsicher? Dann kann SAS es vor dem Angebot auf Ihrem Bauteil prüfen: Materialtest im Labor anfragen.
Angebot anfordern oder beraten lassen

KleberKompass ist Ihr Vertriebspartner für die Jetting-Geräte von MBT. Paul Wieber berät Sie persönlich zu Ventil, Controller und Integration. Nennen Sie Gerät oder Aufgabe, Bauteil und Medium, dann erhalten Sie einen Vorschlag für das passende Gerät.
Paul Wieber · Head of Sales
+49 741 20678855 · paul.wieber@kleberkompass.de
Lieber erst einlesen? Im Ratgeber erklären wir, wann Jetting die Nadeldosierung ablöst und wie Sie die Viskosität Ihres Klebstoffs richtig einordnen.
Medium unsicher? Den Materialtest im Labor Dreieich können Sie zusätzlich anfragen.

