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Was kostet eine Roboter-Klebeanlage?

Ratgeber 6 Minuten Lesezeit

Was kostet eine Roboter-Klebeanlage?

Aus welchen Kostenblöcken sich eine Roboter-Klebeanlage zusammensetzt, welche Richtpreise für den Einstieg mit der Cobotstation SAS-DBKL01 gelten, welche Nebenkosten auf Anfrage kalkuliert werden und in welcher Größenordnung ein echtes Projekt lag.

Wer über eine Roboter-Klebeanlage nachdenkt, stellt meist zuerst die Frage nach dem Preis. Eine pauschale Zahl gibt es dafür nicht, denn eine Klebezelle besteht aus mehreren Bausteinen, und jeder davon hängt von Ihrem Bauteil, Ihrem Klebstoff und Ihrer Stückzahl ab. Den Einstieg bildet eine Cobotstation ab 42.000 € netto inklusive Grundprogrammierung; Ausbaustufen, Schutzeinrichtung und Teilezuführung kommen projektabhängig hinzu. Was sich aber sehr wohl sagen lässt: aus welchen Kostenblöcken sich der Preis zusammensetzt, wo es feste Richtpreise gibt und welche Positionen erst im Projekt kalkuliert werden. Dieser Ratgeber führt Sie durch alle Blöcke, nennt die Richtpreise für den Einstieg mit der Cobotstation SAS-DBKL01 und zeigt an einem echten Fall aus der Medizintechnik, in welcher Größenordnung sich ein Projekt bewegen kann.

Wovon der Preis einer Roboter-Klebeanlage abhängt

Den größten Einfluss auf die Kosten hat die Ausbaustufe. Ein Halbautomat, an dem Ihre Mitarbeitenden die Teile einlegen und der Roboter dosiert, kostet deutlich weniger als eine vollautomatische Zelle mit Teilezuführung, Einhausung und Anbindung an die Linie. Dazu kommen drei weitere Treiber:

  • Klebstoff: Ein 1K-Klebstoff aus der Kartusche braucht andere Dosiertechnik als ein 2K-Material aus der Doppelkartusche oder eine gefüllte Masse, die in der Kartusche gerührt werden muss.
  • Bauteil und Bahn: Eine einfache Raupe entlang einer geraden Kante ist schneller programmiert als eine dreidimensionale Kontur mit mehreren Dosierschritten und Umgreifen.
  • Umfeld: Ob die Station frei im Raum stehen darf oder eine Schutzeinrichtung braucht, wie die Teile an die Station kommen und ob sie an Ihre Linie angebunden wird, entscheidet über die Nebenkosten.

Weil diese Faktoren von Projekt zu Projekt so stark schwanken, sind Preisangaben für einen Kleberoboter ohne Ausstattungsliste wenig aussagekräftig. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer Block für Block.

Die Kostenblöcke einer Klebezelle im Überblick

Jede Roboter-Klebeanlage lässt sich in dieselben Bausteine zerlegen. Mit dieser Liste prüfen Sie, ob ein Angebot vollständig ist:

  • Station und Roboter: die Grundplattform mit dem Roboter, bei der Cobotstation SAS-DBKL01 ein Cobot Dobot CR5AS mit sechs Achsen und 0,02 mm Wiederholgenauigkeit auf einer Fläche von 1200 × 1000 mm.
  • Dosiertechnik: die Dosiersteuerung, die die Signale des Roboters in Druckluft umsetzt und den Klebstoff druck- und zeitgesteuert austrägt, dazu bei Bedarf weitere Dosiereinheiten.
  • Pistole und Greifer: die Kartuschenpistole für den Klebstoffauftrag und ein Greifer für das Teilehandling; ein automatischer Werkzeugwechsler tauscht beide in unter 30 Sekunden.
  • Programmierung: die Bahnen, Dosierzeiten und Abläufe für Ihr Bauteil. Eine Grundprogrammierung ist bei der Cobotstation im Richtpreis enthalten.
  • Schutzeinrichtung: eine Einhausung oder andere Schutzmaßnahmen, sofern die Risikobeurteilung Ihrer Anwendung sie verlangt.
  • Teilezuführung: alles, was Bauteile automatisch an die Station bringt und wieder abführt, also der Schritt von der Teil- zur Vollautomation.
  • Inbetriebnahme und Schulung: der Aufbau in Ihrer Fertigung und die Einweisung Ihres Teams, damit es die Zelle selbst bedienen und neue Programme anlegen kann.

Hinzu kommen laufende Posten wie Wartung oder die Verlängerung der Prozessdokumentation. Sie gehören nicht zum Anschaffungspreis, sollten aber in Ihre Rechnung einfließen.

Liegen Ihnen mehrere Angebote vor, lohnt ein genauer Blick auf drei Punkte: Ist die Programmierung für Ihr Bauteil enthalten oder nur eine Beispielbahn? Sind Schutzeinrichtung und Teilezuführung eingerechnet, oder fehlen sie stillschweigend? Und wer übernimmt Inbetriebnahme und Schulung? Ein scheinbar günstiges Angebot wird teuer, wenn diese Blöcke erst nach der Bestellung dazukommen.

Richtpreise: Was ein Kleberoboter im Einstieg kostet

Für den Einstieg in die Roboter-Klebeanlage gibt es einen festen Richtpreis: Die Cobotstation SAS-DBKL01 beginnt bei 42.000 € netto zzgl. MwSt., inklusive Grundprogrammierung. In diesem Preis steckt die komplette Standardausstattung:

  • Cobot Dobot CR5AS mit sechs Achsen
  • Dosiersteuerung SAS BlackCube, druck- und zeitgesteuert
  • umgebaute 2K-Kartuschenpistole von Medmix
  • Greifer OnRobot RG2 und automatischer Werkzeugwechsler
  • Schnittstellen OPC-UA und MQTT für die Anbindung an Ihre Linie
  • KlebeDoku und Datentracking von B.A.T. für sechs Monate

Einzelne Module haben ebenfalls feste Richtpreise. Eine zusätzliche Dosiereinheit Black-Box CUBE mit Rückzug per Vakuum kostet 550 € netto. Die Black-Box CUBE Dual mit zwei getrennt regelbaren Druckausgängen kommt für 650 € netto zur Standard-Dosiersteuerung hinzu. Verarbeiten Sie gefüllte oder sedimentierende Medien, hält der Kartuschenrührer S-Cart das Material direkt in der Kartusche homogen, ab 850 € netto. Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt.

Auf der Produktseite der Cobotstation stellen Sie die Ausstattung im Konfigurator zusammen und sehen den Richtpreis Ihrer Auswahl sofort. So wissen Sie schon vor dem ersten Gespräch, wo Ihre Konfiguration ungefähr liegt.

Nebenkosten: Programmierung, Schutz und Teilezuführung

Ein Teil der Kosten lässt sich seriös erst beziffern, wenn Bauteil, Klebstoff und Umfeld bekannt sind. Diese Positionen kalkulieren wir deshalb auf Anfrage und nennen sie Ihnen im Angebot:

  • Programmierung über die Grundprogrammierung hinaus: zum Beispiel zusätzliche Bauteilvarianten, komplexe Bahnen oder mehrere Dosierschritte in einem Ablauf.
  • Schutzeinhausung: Ob eine Station ohne Schutzzaun laufen darf, entscheidet die Risikobeurteilung der gesamten Anwendung, nicht der Robotertyp allein. Auch ein Cobot mit spitzer Dosiernadel kann eine Schutzeinrichtung brauchen.
  • Teilezuführung und Vollautomation: Die Station lässt sich ohne neue Grundplattform bis zur Vollautomation ausbauen. Wie aufwendig die Zuführung wird, hängt von Form, Größe und Lage Ihrer Teile ab.
  • 1K-Kartuschenpistole: Für einkomponentige Klebstoffe ersetzt sie die 2K-Pistole der Standardausstattung.
  • B.A.T.-Sensorik am Klebplatz sowie die Verlängerung von KlebeDoku und Datentracking nach den ersten sechs Monaten.
  • Services:Inbetriebnahme vor Ort, Schulung Robotik und Kleben und ein Wartungsvertrag.

Planen Sie diese Positionen von Anfang an mit ein, auch wenn Sie sie nicht sofort brauchen. Der Vorteil des Baukastens: Sie zahlen zunächst nur für die Stufe, die Ihre Fertigung heute braucht, und ergänzen Module erst, wenn die Stückzahlen sie rechtfertigen. Was Sie in der ersten Stufe anschaffen, bleibt im Einsatz.

Aus der Praxis: Dosierstation in der Medizintechnik

Wie sich die Blöcke in einem echten Projekt summieren, zeigt ein Hersteller aus der Medizintechnik, dessen Namen wir nicht nennen. Dort lief eine Dosierarbeit bis dahin von Hand. Sie wurde an eine Dosierstation übergeben, die Investition lag unter 80.000 €. Seitdem sind vier Mitarbeitende, die vorher mit dieser Handarbeit gebunden waren, entlastet und werden an anderer Stelle in der Fertigung besser eingesetzt.

Der Fall zeigt zweierlei. Erstens bewegte sich die Investition in einer Größenordnung, die sich auch mittelständische Betriebe vornehmen können. Zweitens zählt für die Wirtschaftlichkeit nicht nur der Kaufpreis, sondern vor allem, wie viel Arbeitszeit die Anlage freisetzt. Wie Sie das für Ihre Fertigung abschätzen, lesen Sie im Ratgeber Roboter-Klebeanlage oder Handarbeit: Wann lohnt sich das?

So kommen Sie zu einem belastbaren Angebot für Ihre Cobot-Klebeanlage

Ein Angebot ist nur so gut wie die Angaben, auf denen es beruht. Am schnellsten kommen Sie zu einem verlässlichen Preis in drei Schritten:

  1. Machbarkeit klären: Im Materialtest im Labor Dreieich wird Ihr Klebstoff auf Ihrem Bauteil geprüft, herstellerunabhängig und mit Rückmeldung in zwei Werktagen. Danach steht fest, welche Dosiertechnik passt, und Sie vermeiden teure Nachbesserungen nach der Bestellung.
  2. Ausstattung zusammenstellen: Im Konfigurator der Cobotstation wählen Sie Pistole, Dosiereinheiten, Sonderausstattung und Services und sehen den Richtpreis. Ist noch offen, welche Anlage es werden soll, beginnt die Automatisierungsberatung mit Erstgespräch und Bedarfsanalyse.
  3. Angebot anfordern: Paul Wieber prüft Ihre Konfiguration, ergänzt die Positionen auf Anfrage und erstellt Ihr Angebot. Für die erste Anfrage reichen eine kurze Beschreibung von Bauteil, Klebstoff und Stückzahl, dazu Fotos oder Zeichnungen.

Einen Überblick über alle Ausbaustufen, Klebstoffsysteme und den Vergleich von Cobot und Industrieroboter finden Sie auf der Seite Roboter-Klebeanlagen. Die Erstinbetriebnahme erfolgt direkt bei SAS in Dreieich; erst danach wird die Station in Ihrer Fertigung aufgebaut und mit Ihren Bauteilen in Betrieb genommen.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Roboter-Klebeanlage?
Die Cobotstation SAS-DBKL01 als Einstieg beginnt bei 42.000 € netto zzgl. MwSt., inklusive Grundprogrammierung und Standardausstattung. Weitere Module stellen Sie im Konfigurator zusammen und sehen sofort den Richtpreis. Aufpreise für Optionen wie Schutzeinhausung, Teilezuführung oder Services nennt Ihnen Paul Wieber im Angebot, die Ausstattung kann projektabhängig abweichen.

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