Kartuschen für die professionelle Dosiertechnik
Kartuschen bilden das zentrale Behältnis für Kleb- und Dichtstoffe in Fertigung, Montage und Instandhaltung. Sie nehmen 1K-Materialien ebenso auf wie 2K-Systeme, bei denen zwei Komponenten in einem definierten Mischverhältnis getrennt gelagert und erst beim Auspressen zusammengeführt werden. Für Betriebe lösen Kartuschen das Problem der dosiergenauen, sauberen und wiederholbaren Materialabgabe ohne aufwendige Umfülltechnik. Diese Kategorie umfasst Einzel- und Doppelkartuschen, Side-by-Side- und Coaxial-Bauformen sowie PP-Ausführungen für unterschiedliche Volumina und Anwendungen. Angesprochen sind Verarbeiter, die Prozesse standardisieren und auf reproduzierbare Ergebnisse angewiesen sind.
Auswahlkriterien für Einkäufer
Bei der Beschaffung von Kartuschen entscheidet vor allem die Kompatibilität mit dem eingesetzten Material und der vorhandenen Auspresstechnik. Achten Sie auf das korrekte Mischverhältnis bei 2K-Systemen sowie auf die passende Bauform, damit Kolben und Presse sicher greifen. Prüfen Sie zudem Materialbeständigkeit und Volumen im Hinblick auf Ihre Losgrößen.
- Mischverhältnis (z. B. 1:1, 2:1, 10:1) passend zur Komponente
- Bauform: Side-by-Side, Coaxial oder Einzelkartusche
- Nennvolumen und Durchmesser für die vorhandene Presse
- Werkstoff und Chemikalienbeständigkeit
- Systemtreue zu Mischern und Düsen
- Lagerfähigkeit und Wiederverschließbarkeit
Sortiment und typische Anwendungen
Das Sortiment deckt gängige Bauformen und Mischverhältnisse ab. Für 2K-Anwendungen im kleinen Volumen eignet sich die Mixpac AA 050-01-10-33 Kartusche, während die Techcon Systems SBS50-B1 Side-by-Side Kartusche 50 ml für Side-by-Side-Prozesse konzipiert ist. Größere Volumina bedienen die Mixpac AF 400-01-10-01 Kartusche sowie die Ritter ACF 400 Kartusche 2:1 PP für dosiergenaues Verkleben und Vergießen. Für die Verarbeitung benötigen Sie passende Kartuschenpressen, die auf Bauform und Volumen abgestimmt sein sollten. So entsteht eine durchgängige, prozesssichere Dosierkette vom Behältnis bis zum Auftrag.
Einsatzbereiche und Branchen
Kartuschen werden branchenübergreifend eingesetzt: in der industriellen Fertigung beim strukturellen Kleben, in der Elektronikproduktion beim Vergießen und Abdichten sowie im Fahrzeug- und Maschinenbau. Auch Instandhaltung, Handwerk und Bauwesen greifen auf Kartuschensysteme zurück, wenn Materialien dosiert, blasenarm und wiederholbar aufgetragen werden müssen. Typische Szenarien sind Reparaturklebungen, Verguss von Bauteilen, Fugenabdichtung und Serienmontage. Die klare Trennung von Komponenten macht die Systeme besonders für 2K-Reaktivklebstoffe wertvoll.
Beschaffung und Prozesssicherheit im B2B
Systemtreue reduziert im Betrieb Ausschuss und Stillstand: Kartusche, Statikmischer, Düse und Presse müssen aufeinander abgestimmt sein, damit Mischverhältnis und Auftragsbild konstant bleiben. Achten Sie auf passende Gebinde für Ihre Verbrauchsmengen, um Materialalterung und Restmengen zu vermeiden. Die Prüfung des technischen Datenblatts vor dem Einkauf sichert die Eignung für Ihr Material und verhindert Fehlchargen. Einheitliche Bauformen erleichtern zudem die Lagerhaltung und verkürzen Rüstzeiten in der Serienfertigung.
Häufige Fragen
Welche Kartusche passt zu meinem 2K-Klebstoff?
Entscheidend sind Mischverhältnis und Bauform, die der Hersteller Ihres Klebstoffs vorgibt. Prüfen Sie das Datenblatt: Es nennt das Verhältnis, das empfohlene Volumen und die kompatible Kartuschengeometrie. Wählen Sie die Kartusche passend zu Presse und Statikmischer.
Worin unterscheiden sich Side-by-Side und Coaxial?
Bei Side-by-Side liegen beide Kammern nebeneinander, bei Coaxial ineinander. Die Bauform beeinflusst die passenden Kolben, Presse und Mischer. Wählen Sie die Variante entsprechend Ihrer vorhandenen Dosiertechnik, um durchgängige Kompatibilität sicherzustellen.
Kann ich Kartuschen unterschiedlicher Hersteller mischen?
Nicht generell. Bauformen und Anschlüsse variieren zwischen Herstellern und Serien. Für reproduzierbare Ergebnisse empfehlen wir Systemtreue innerhalb einer Produktfamilie und die Prüfung der Kompatibilität mit Presse, Mischer und Düse vor der Beschaffung.























